Aktuelles aus Grebenau

Über folgenden Link können Sie die vorläufigen Ergebnisse/Schnellmeldungen einsehen:

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Wassernetz und frostige Temperaturen

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

frostige Temperaturen -  wie in den vergangenen Februartagen - belasten die Wasserversorgung. Dabei sind private Haushalte ebenso betroffen wie die städtischen Versorgungsleitungen.

 

Es kam dabei zu Wasserverlusten in fast allen Versorgungsnetzten. Besonders betroffen war allerdings Grebenau. In der vergangenen Woche musste der städtische Bauhof 2 Leckagen in der Lauterbacher Straße finden. Die Schadstellen konnten einmal in der Hauptleitung und einmal bei einem Hausanschluss lokalisiert werden. In der Hauptleitung (Altbestand zwischen Kreuzung Lind und der Schwarzabrücke) hatte Lochfraß in der Gussleitung zu Wasserverlust geführt.

 

Dies macht wiederum deutlich, dass auch in den kommenden Jahren weiter in die teilweise sehr alten Wasserversorgungsleitungen investiert werden muss. Alles ist irgendwann nicht mehr zu reparieren und muss ersetzt werden. Dies werden wir, so hoffe ich, auch in Zukunft tun können.

 

Außerdem muss die technische Überwachung der Wasserversorgungsanlagen weiter ausgebaut werden, um frühzeitig übermäßigen Wasserverbrauch lokalisieren zu können. Dies alles kostet Geld, welches aber gut angelegt ist.

 

Für die Schwankungen im Wasserdruck während der Leckagesuche und die zeitweise Abstellung der Wasserversorgung während der Reparaturarbeiten möchten wir uns bei allen Betroffenen entschuldigen und bitten um Verständnis.

 

Das liebe Geld, ein Rückblick bis zum Jahresanfang 2014

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Grebenau,

die Finanzen in unserer Stadt sind aktuell in den Blickpunkt gerückt. Das sind sie bei mir allerdings immer. Daher möchte ich Sie an dieser Stelle mit Zahlen, Daten und Fakten informieren.

Bei meinem Dienstantritt hatte die Stadt Grebenau 4,5 Millionen langfristige Verbindlichkeiten für getätigte Investitionen. Dazu kamen aber auch 1,2 Millionen Kontoüberziehung und 1,8 Millionen Defizite aus dem laufenden Geschäft der Jahre 2008-2013. Die Gesamtverbindlichkeiten betrugen damit zusammen 7,5 Millionen Euro.

Uns ist es gelungen die laufenden Konten der Stadt Grebenau auszugleichen. Sie alle wissen, eine Kontoüberziehung ist die teuerste Art sich Geld zu leihen - auch heute noch. Ebenfalls konnten wir es erreichen, dass die Defizite aus der Zeit ab 2008 durch Überschüsse ausgeglichen wurden. Das heißt zusammengefasst: alle kurzfristigen Schulden, die aufgrund geringer Einnahmen und höherer Ausgaben entstanden sind, wurden ausgeglichen bzw. zurückgezahlt. Dies ist sehr erfreulich und beileibe nicht selbstverständlich.

Im Gegenzug wurden in den Jahren 2014-2020 saldiert insgesamt 5,6 Millionen in die Infrastruktur und andere Sachwerte investiert. Die Haushalte 2015-2019 wurden dabei durch das Stadtparlament einstimmig beschlossen und die darin enthaltenen Investitionsmaßnahmen auftragsgemäß durch den Magistrat umgesetzt. Zu keinem dieser Haushalte, auch nicht für die Jahre 2020 und 2021, wurden durch die Fraktionen konkrete Einsparungsvorschläge gemacht.

Als große Einzelmaßnahmen sind der Bau der Ortsdurchfahrten in Wallersdorf, Udenhausen und Bieben zu nennen.  Als 4. im Bunde wird die Straße „Am Berg“ in Grebenau hinzukommen. Deren Länge und ihr Kostenvolumen wird vergleichbar mit der OD Bieben sein. Dabei möchte ich anmerken, dass wir bei allen Straßenbaumaßnahmen mit den tatsächlichen Baukosten unter den beauftragten Bausummen geblieben sind, so konnte massiv Steuergeld gespart werden. Feuerwehr und Bauhof wurden maschinell deutlich modernisiert und auch bei den Unterkünften konnten merkliche Verbesserungen, auch dank massiver Eigenleistung, umgesetzt werden. Der Kindergarten wurde saniert und erweitert sowie in der Innenausstattung aufgewertet und die Parkflächen erweitert. Gleiches gilt für die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung. In die Tiefbrunnen und Hochbehälter wurde in die technische Ausstattung, den baulichen Zustand und in die Überwachungsmöglichkeiten investiert und damit ein Beitrag zu Versorgungssicherheit geleistet. Es wurden PV-Anlagen installiert und der produzierte Strom selber verbraucht.

Dabei wurden - wo immer möglich - Fördergelder gesucht, um den städtischen Anteil der Ausgaben zu reduzieren. Weitere Investitionsprojekte - mit teilweise hohen Fördersätzen - waren der Hochwasserschutz, die Weiternutzung des Gasthauses Hirsch, Umsetzung der Wasserrahmen-richtlinie, Johannitervorplatz, Schaffung von barrierefreien Zugängen, Dorferneuerung in Wallersdorf, oder die Belüftungstechnik in der Kläranlage. Die Aufgaben waren und sind sehr vielfältig.

Durch die massive Bau- und Investitionstätigkeit konnte unsere Heimatstadt an vielen Stellen positiv verändert und weiterentwickelt werden. Wer mit offenen Augen durch das Gründchen geht, wird dies bestätigen.

Um die vom Parlament beschlossenen Investitionen finanzieren zu können, war es allerdings nötig, Finanzmittel am Kapitalmarkt aufzunehmen. Seit 2014 wurden insgesamt besagte 5,6 Millionen Euro in unser Gründchen Investiert, davon mussten unter dem Strich 2,5 Millionen als langfristige Investitionskredite finanziert werden. Der Schuldenstand ist damit zum Jahreswechsel um rund 500.000 € geringer als im Jahre 2014. Außerdem konnten die zu zahlenden Zinsen deutlich gesenkt werden und werden sich in diesem Jahr weiter reduzieren.

Ich hoffe, ich konnte mit diesen vielen Zahlen etwas Licht in das Dunkel des Haushaltes bringen.

Wenn Sie Fragen, Ideen oder Vorschläge dazu haben, sprechen Sie mich bitte an.

Am besten erreichen Sie mich im Rathaus unter der Telefonnummer 9700.

 

Ihr
Lars Wicke
Bürgermeister der Stadt Grebenau

 

Wasserversorgung im Gründchen

Eine Pflichtaufgabe der Stadt – emotionslos betrachtet

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Wasserversorgung im Gründchen stammt vielfach noch aus der Zeit vor der Gebietsreform.
Ausgangspunkt waren jeweils eigene Tiefbrunnen und Hochbehälter in Grebenau, Schwarz und Udenhausen. Wallersdorf und Hatterode werden bis heute von einem Wasserbeschaffungsverband versorgt und unterhalten gemeinsam einen Tiefbrunnen und einen Hochbehälter. Reimenrod, Eulersdorf und Bieben mit Merlos bauten ebenfalls Mitte der 1960 Jahre einen Tiefbrunnen und einen Hochbehälter zur Trinkwasserversorgung. Dieser Tiefbrunnen „Warthügel“ war 2014/2015 stark sanierungsbedürftig. Der Magistrat hat aus diesem Grund das Fachbüro Müller aus Grünberg beauftragt den Tiefbrunnen Warthügel zu untersuchen und eine Sanierung oder Stilllegung mit Versorgung mittels einer Druckleitung zu prüfen. Die Ergebnisse der Gegenüberstellung wurden am 22.04.2015 in einer Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt und dann einstimmig an den Bauausschuss verwiesen. Der Bauausschuss hat sich dann am 10.07.2015 einstimmig für die Stilllegung des Tiefbrunnen Warthügel und für den Bau einer Druckleitung ausgesprochen. Am 15.07.2015 hat sich die Stadtverordnetenversammlung erneut mit dieser Thematik befasst. Im Protokoll dieser Sitzung ist zu lesen: Die Wasserversorgung der Warthügeldörfer (Bieben, Eulersdorf, Merlos, Reimenrod) soll in Zukunft über den Tiefbrunnen Grebenau erfolgen. Der Magistrat wird beauftragt alle nötigen Schritte einzuleiten und die Mittel in den Haushalt 2016 einzustellen. An dieser Sitzung haben 13 von 15 Stadtverordneten teilgenommen. 12 Stadtverordnete (5xSPD, 3xCDU, 2xGL, 2xFW) stimmten dem Beschluss zu. Lediglich ein Stadtverordneter stimmte gegen diesen Beschluss. Gemäß Hessischer Gemeinde Ordnung hat der Magistrat die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung umzusetzen. Dies hat der Magistrat getan.

Als weiterer Schritt zu einer besseren Versorgungssicherheit wurde im vergangenen Jahr die Verbindungsleitung zwischen dem Tiefbrunnen und Hochbehälter Grebenau komplett erneuert. Die Arbeiten stehen kurz vor der Fertigstellung. Das 1972 verbaute Rohrmaterial zeigte bei mehreren Leckagen Lochfraß und dies über die gesamte Länge.

Um die Versorgungssicherheit weiter zu erhöhen, streben viele Kommunen die Vernetzung der bestehenden Wasserleitungen zu Ringleitungen an. Bei Bedarf kann man dann von verschiedenen Brunnen Wasser in das Gesamtnetzt geben.

In einer Bauausschusssitzung am 15.09.2020 wurde durch das Planungsbüro Schott eine umfassende Betrachtung der Wasserversorgung vorgestellt und mögliche Schritte erläutert, die auch Ringleitungen zur Stärkung der Versorgungssicherheit einschlossen. Auch dazu ist im Protokoll zu lesen: Bürgermeister Lars Wicke fügt hinzu, dass diese Maßnahmen noch nicht entschieden sind und zu gegebener Zeit noch näher betrachtet werden müssen.

Aufgrund der bestehenden Notwendigkeit wird der Hochbehälter Warthügel das nächste Projekt der Modernisierung der Wasserversorgungseinrichtungen sein. Aus diesem Grund hat sich der Bauausschuss am 09.10.2020 zu einem Ortstermin getroffen und sich durch das Planungsbüro Schott die baulichen und technischen Probleme aufzeigen lassen. Dazu steht im Protokoll: Die Kosten für eine Sanierung und einen Neubau werden ermittelt und gegenübergestellt. Erst danach wird eine Entscheidung gefällt. Dies wird dann eine der ersten Themen im neuen Bauausschuss nach der Wahl sein.

Alle weitern Überlegungen im Bereich der Wasserversorgung sind in einer sehr frühen „Überlegungsphase“ und werden in öffentlichen Sitzungen der städtischen Gremien erörtert und letztendlich beschlossen.

 

Bei allen Beschlüssen der städtischen Gremien ist nach HGO §92 auf einen sparsamen und wirtschaftlichen Umgang mit den Steuergeldern zu achten. Sollten Sie Fragen zur Wasserversorgung oder anderen Themen haben, sprechen Sie mich bitte an. Tel. 9700.

Ihr
Lars Wicke
Bürgermeister der Stadt Grebenau