Radwegenetz für Grebenau

Neue Radwege könnten künftig die Infrastruktur im Gründchen verbessern. Magistrat und Bauausschuss beschäftigen sich künftig intensiv mit dem Thema. Symbolfoto: dpa

 

REIMENROD - Ob Vulkanradweg oder Bahnradweg Rotkäppchenland. Die Beispiele in der Region und darüber hinaus sind vielfältig. Zudem sind ehemalige Bahntrassen um Bad Hersfeld zu Radwegen ausgebaut worden, aber die ehemalige Strecke der Gründchenbahn nicht. Daher beschlossen die Grebenauer Stadtverordneten am Mittwochabend in Reimenrod, sich zukünftig näher mit dem Thema Radwegenetz im Gründchen im Bauausschuss zu befassen.
Vorausgegangen war ein Antrag der CDU/Freien Wähler, der den Magistrat beauftragt, ein Konzept zur Etablierung eines Radwegenetzes für das Gründchen zu erstellen. Dabei verfolgt die Idee die zwei Ziele, alle Stadtteile miteinander zu verbinden und die Mittelzentren Alsfeld und Lauterbach sollen über einen Radweg erreichbar sein. Während seiner Antragsbegründung erläuterte Jens Heddrich (CDU), dass Radwegebau über verschiedene Töpfe bis zu 80 Prozent gefördert werden könne. Der Radverkehr habe aufgrund eines gestiegenen Umweltbewusstseins und der Zunahme von E-Bikes in jüngster Zeit stark zugenommen, führte er aus. Des Weiteren sei festgestellt worden, dass Immobilien in der Nähe von Radwegen im Wert steigen, Menschen die Radeln produktiver und fitter sind, Arbeitgeber, die mit dem Rad erreichbar seien, attraktiver sind und die Möglichkeit der Nutzung von Radwegen einen Anreiz biete, auf E-Bike oder Fahrrad umzusteigen. "Die Idee ist zum Zungeschnalzen, aber wer soll das bezahlen?", stieg der SPD-Fraktionsvorsitzende Gerhard Agel in die Diskussion ein. Trotz Fördergelder seien die übrigen 20 Prozent für die Stadt kaum finanzierbar. Außerdem sei das Thema so komplex, weil beispielsweise Grundstücke erworben werden müssten. Daher schlug er vor, das Thema zukünftig in Bauausschusssitzungen zu vertiefen. Klaus Krug (Gründchen Liste) wies zunächst darauf hin, dass es sich ursprünglich um einen Antrag des Vogelsbergkreises handele, der jetzt durch verschiedene Gemeindevertretungen aufgegriffen werde. Die Idee finde er gut, aber man könne doch klein anfangen und nach und nach ausbauen. Beispielsweise könne ein Radweg zwischen Schwarz und Eulersdorf den Anfang machen. Die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Renate Herrmann betonte, dass ohnehin allen klar sei, nicht alle Radwege gleichzeitig machen zu können. Daher solle der Magistrat zunächst erst einmal herausfinden, was überhaupt umsetzbar ist. Sie könne gut mit der Idee leben, später alles im Detail im Ausschuss zu besprechen. Heddrich ergänzte, dass die Idee das komplette Projekt umzusetzen zunächst einmal visionär klinge. "Aber wenn wir am Ende 50 Prozent davon schaffen, wäre das doch sensationell", hob er hervor. Jedem sei klar, dass es eine enorme Herausforderung sei und zahlreiche Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt werden müssen. Mit weiteren intensiven Gesprächen im Ausschuss sei ein guter Anfang gemacht.
 

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