Posaunenchor Schwarz

Von links nach rechts: Pfarrer Toralf Kretschmer, Dirigent Jochen Grabowski, Mark Herget, Daniela Rüffer-Winkler, Klaus Krug, Sabine Geißel, Lars Wicke

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum!“ Mit diesem wohl wahren Zitat des Philosophen Friedrich Nietesche gab Pfarrer Toralf Kretschmer im Namen des   Posaunenwerks der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau die Richtung vor. „Ohne die Kraftquelle der Musik hätte das Leben eine weit geringere Energie und Bedeutung“, fügte er mit eigenen Worten hinzu.

Drei Bläser und zwei Bläserinnen des „Posaunenchors Schwarz“ wurden anschließend von ihm geehrt für ihre langjährigen musikalischen Verdienste in einer jeweils persönlich bezogenen und sehr ansprechenden Art. Schließlich standen jedoch nicht nur einzelne Musiker/ innen im Vordergrund, sondern ebenso der „Posaunenchor Schwarz“ selbst, der inzwischen seit 65 Jahren besteht.

Vor über sechs Jahrzehnten von Heinrich Peter Eifert aus dem Boden gestampft, der später selbst über 40 Jahre das Amt des Dirigenten ausüben sollte, der es in genialer und nahezu legendärer Weise damals verstand, junge Menschen für Blasmusik zu begeistern und sie bei der Stange zu halten. Was einst im verwaisten weiß gekalkten Kuhstall mit einer Handvoll Jugendlicher auf Trompeten, Tenorhörner und Posaunen begann, hat sich bis heute zu einer weithin renommierten und viel gefragten 25 köpfigen Formation mit einem breit gestreuten Repertoire (Schwerpunkt Egerländer Musik) gemausert. „Sie haben es geschafft, nicht nur den Einwohnern von Schwarz und Umgebung etwas zu schenken, sie mit Musik zu berühren, ihnen unmittelbare Freude zu bereiten wie gleichermaßen auch tiefen Trost zu spenden. Auf den Glanz ihres Posaunenchors können Sie stolz sein!“, brachte es Pfarrer Toralf Kretschmer auf den Punkt und übergab offiziell die Jubiläums- Urkunde an Dirigent Jochen Grabowski: und an Bürgermeister Lars Wicke in dessen Funktion als Vorsitzender vom „Posaunenchor Schwarz“.

Im weiteren Verlauf seiner Rede stellte der Pfarrer fest, dass der besondere Sound und „die sich darin öffnende Kraft“ dieses Posaunenchors von leidenschaftlichen Menschen entwickelt und gestaltet worden sei, die ihre Freude an der Musik mit anderen teilen wollten und wollen. Einigen von ihnen könne er jetzt im Namen des Posaunenwerks der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau gratulieren, die einen beachtlichen Teil der Geschichte des Chores mitgeprägt hätten, „ohne die das Ensemble nicht so dastehen würde, wie wir es kennen und schätzen.“

Als erster geehrt wurde Klaus Krug für seine bis heute kaum zu glaubende 60 Jahre aktive Zugehörigkeit.  Überdies hatte der Trompeter zehn Jahre lang den Vorsitz dieser Chorgemeinschaft übernommen und in dieser Zeit „die Geschicke der Schwärzer Aushängeschildes wesentlich mitbestimmt“.

Fehlte noch das „Quartett“, wie es Pfarrer Kretschmer bezeichnete, „das sich innerhalb von vierzig Jahren zu einer der Kerngruppen des „Evangelischen Posaunenchors Schwarz“ entwickelt hat.“ Dazu gehören Daniela Rüffer-Winkler (Trompete), Sabine Geißel (Tenorhorn), Marc Herget (Posaune, zeitweilig Dirigent und musikalischer Leiter) und Lars Wicke (Flügelhorn). Pfarrer Toralf Kretschmer fasste es am Ende zusammen:

Ob Geehrte, Schlagzeuger oder alle anderen derzeitigen Bläser/ innen vom Posaunenchor Schwarz, für sie gelte augenscheinlich weiterhin das Motto, das in der Gründungszeit des Schwärzer Posaunenchors vor 65 Jahren US-Präsident John F. Kennedy wie folgt ausdrückte: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann. Frage, was du für dein Land tun kannst.“

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