Lila muss die Schultüte sein

GREBENAU - Ihre Schultüte hat Hanna schon gesehen - nur von außen natürlich. "Was drin ist, ist noch Geheimnis", lacht Nina Müller aus Grebenau. Gemeinsam mit Oma Birgit hat die Mutter von Hanna Stunden genäht, gehäkelt und gewerkelt. Wie sie es gemeinsam mit der Großmutter für den achtjährigen Bruder von Hanna bereits getan hatten, so persönlich gestaltet sollte nun auch die Schultüte für Hanna werden. Nur die Farben hat sich die Kleine anders ausgesucht, nun steht "lila" im Vordergrund, leuchtende Sterne spiegeln das Weltall, Feen und springende Einhörner sind "angeklettet". Den Verschluss bildet eine gehäkelte Rose mit ebenfalls gehäkelter Blätterbordüre. Nein, diese Schultüte wird einmal nicht im Müll entsorgt werden.
 
Bei Familie Müller im Haus gibt es zwei Kinderkisten, in die so manches Erinnerungsstück aus Kindertagen wandert. Eine Kinderkiste für den Bruder, eine für Hanna. Die erste Locke, die ersten winzigen Schuhchen, der erste Schnuller, der erste verlorene Milchzahn - hierin wird sich so manches finden. Jedoch: Hanna interessiert sich momentan noch nicht für diese Art von Erinnerungen. Lieber malt sie wunderschöne Bilder, turnt gerne im Verein in Grebenau und freut sich schon darauf, wenn dort demnächst eine Tanzgruppe für ihre Altersklasse eingerichtet werden soll.
 
Mit fünfeinhalb Jahren wird sie nun eingeschult in der Astrid-Lindgren-Schule in Grebenau. Eine Grundschule, in der die Kinder jünger eingeschult werden und nicht vier, sondern fünf Jahre lernen, bevor sie auf weiterführende Schulen umsteigen. Hanna ist gespannt! Hauptsache, es bleibt dabei, genügend Zeit zum Spiel mit Freundinnen zu haben, zum Rumtollen mit Katze "Lilly" und mit Border-Collie-Hündin "Luna", die bei Oma und Opa ein paar Häuser weiter daheim ist.
 

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