Jedes Mal ist es so

Adventskonzert in Schwarz / Kirche ist voll besetzt / Mitwirkende Musiker und Sänger bieten hohes Niveau

SCHWARZ (mpe). Jedes Mal, und das kontinuierlich seit vielen Jahren, ist es wieder so: Voll besetzt bis auf den letzten Platz ist die romantisch, mitten im Dorf auf dem Berg gelegene Kirche – in Schwarz ist wieder Adventskonzert. Bevor es die steilen Treppenstufen zur Eingangstür hinauf geht, leuchtet unten auf dem kleinen Platz an einem leise plätschernden Brunnen der Weihnachtsbaum. In der Kirche selbst sorgen Adventsschmuck und Kerzen für eine festliche vorweihnachtliche Atmosphäre. Alles strahlt eine gewisse Geborgenheit aus, abseits von Trubel und Hektik. Bis ins Innerste bewegten auch dieses Mal die musikalischen Darbietungen, die den Besucher einmal mehr mitnahmen in die stimmungsvolle Welt der Vorweihnachtszeit – so, wie sie sein sollte: besinnlich, zuversichtlich, fröhlich, schlichtweg gut gelaunt. Wie immer auf hohem Niveau kamen die Besucher in den Genuss von Instrumental- und chorischen Darbietungen. Gleich zu Beginn des anderthalbstündigen Konzerts setzte der Evangelische Posaunenchor Schwarz unter der Leitung von Jochen Grabowski mit „Celtic Crest“ die packenden Eckpfeiler. Als kurze Zeit später der „Chor TonArt“ unter anderem den Welthit „The sound of silence“ in einer herausragenden Darbietung regelrecht zelebrierte, waren Gänsehaut-Momente angesagt – nicht zuletzt für den jungen Mann, der draußen im leichten Schneegriesel alles für den späteren traditionellen Glühwein unter dem Weihnachtsbaum herrichtete. Jochen Grabowski legte anschließend den Dirigentenstab kurz beiseite und zauberte als Organist mithilfe ganz bestimmter Register eine Sphäre zwischen Spieluhr und Weihnachtsmärchen. Auch ein geniales musikalisches Geheimnis wurde gelüftet. Wie es Lars Wicke in seiner lockeren Moderation versicherte, „niemand habe sie bisher gehört, im Verborgenen hätte sie jeweils geprobt, diese „1.TbshgSchwarzEv.“. Und dann konnte man sie erleben, so tief, dass es in der Magengrube kitzelte: fünf begeisterte Bläser des Posaunenchors spielten mit ihren dickbauchigen großen Tuben Weihnachtsweisen, unter anderem erlebte man „Stille Nacht“ einmal auf eine andere faszinierende, sehr getragene Weise. Wiederholt begeisterten Posaunenchor und TonArt mit weiteren Darbietungen. Dazu zählte bei den Instrumentalisten beispielsweise „Memories“ aus dem Musical „Cats“, zu den durchweg fesselnden chorischen Darbietungen gehörte unter anderem mit „Ihr von morgen“ eine Reminiszens an Udo Jürgens. In diesem Jahr erstmals nicht mit dabei war der Chor der Neuapostolischen Kirchengemeinde Grebenau. Durch einige Ausfälle war er verhindert für einen seiner beliebten gesanglichen Auftritte. Vor Ort unter den Besuchern allerdings befanden sich die Sänger und Sängerinnen dieser Formation. „Wir freuen uns, wenn ihr nächstes Jahr wieder mit dabei seid“, sprach Lars Wicke diese Musiker direkt an. Des Weiteren überbrachte er eine besondere Ehrung an ein Mitglied des Evangelischen Posaunenchors Schwarz, seit 55 Jahren aktiv mit dabei ist Lothar Eifert als Bläser auf dem Tenorhorn. „Auf 130 Bläsereinsätze in jedem Jahr, dieses über fünf Jahrzehnte, kann Lothar Eifert zurückblicken, eine immense Leistung“, so Lars Wicke. Als Prädikantin zeigte sich an diesem Abend immer wieder in ansprechender Weise Angelika Haber. Der Ausklang des zu jeder Zeit mit großem Applaus bedachten Konzerts fand wie immer zu den Klängen des Posaunenchors rund um den Weihnachtsbaum statt. Gemütliches Beisammensein, kleine Wolken kringelten sich, Atem und Glühwein verdampften in der Kälte um die Wette.

Quelle: Oberhessische Zeitung

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