25-jähriges Bestehen des Seniorenclub Grebenau

GREBENAU - (lb). Wenig finanzielle Mittel, keine Räumlichkeiten und keinerlei Infrastruktur. Aber viel Mut, Tatendrang und vor allem „das Herz am rechten Fleck“ für die Senioren im Gründchen: Unter diesen Voraussetzungen legten im Sommer 1992 die Grebenauer Emil Schweigert und Lotti Frick den Grundstein für den Seniorenclub Grebenau. Am kommenden Samstag feiert der heute noch aktive „Senioren-Verein“ sein 25. Jubiläum. Worin genau aber liegt das Geheimnis des Erfolges?

Die Vorbereitungen zum großen Fest laufen auf vollen Touren. Dennoch nehmen sich die Vorsitzende Hilde Wettlaufer sowie die Frau der ersten Stunde, Lotti Frick, die Zeit für einen Plausch. „Wie sie schon anhand der vielen Bilder erkennen können, sind die Senioren in Grebenau ein lustiges und unternehmungsfreudiges Völkchen. Mindestens einmal im Monat ist immer irgendwas los“, erzählen die Damen, während sie eine neue Fotowand bestücken und beschriften. „Die älteren Generationen haben früher hart arbeiten, das Land nach dem Krieg aufbauen, und ihre Familie mit wenigen Mitteln am Leben erhalten müssen. Sie waren für uns Jüngere da – jetzt sind wir an der Reihe, um ihnen einfach nur ein Stück Lebensfreude zurückzugeben. Sie haben es sich verdient“, nennt das eingespielte Team neben der Teilhabe an Grebenaus sozialer Gemeinschaft einen Beweggrund für ihr Engagement zum Wohle der älteren Bürger.

Schon vor der eigentlichen Gründung habe Alters-Bürgermeister Wilfried Rosenkranz mehrere Anläufe für ein Seniorenprogramm unternommen, auf Initiative seines Nachfolgers Jürgen Ackermann wurde letztlich unter dem Motto „aktives Alter“ die Idee des Seniorenclubs geboren. 37 Bürger unterschrieben damals die Gründung des Seniorenclubs, verrät die Chronik. Dank der Power des Leitungsteams, der Unterstützung von Grebenaus Pfarrer Toralf Kretschmer sowie zahlreicher helfender Hände wuchsen Mitgliederzahl und Veranstaltungsangebote stetig an. Heute gehören etwa 80 Mitglieder zum aktiven Club.

Das Zusammentreffen der Senioren wurde von einer Handvoll Termine auf einen seit über zehn Jahren bestehenden monatlichen Rhythmus ausgedehnt. Auch ein Seniorenchor ist entstanden. Das Programm weitete sich von Plauder- und Kaffeenachmittagen auf Vortragsreihen, jahreszeitliche und thematische Feste und Veranstaltungen sowie Tages- und Mehrtagesfahrten im In- und Ausland aus.

2007 trat Schweigert in den Ruhestand, seither führt Hilde Wettlaufer mit Lotti Frick den Club an. Die erstellten Fotowände und das Erinnerungsvermögen der Frauen sprechen Bände, reihen eine Geschichte und Anekdote an die andere.

„Was aber wären wir ohne all die Leute, die unentgeltlich immer wieder ihr Scherflein dazu beigetragen haben und noch immer beisteuern, dass wir von Anfang an ohne Subventionen und Sponsoring bestehen können?“, denkt das Führungsteam an einen sehr entscheidenden Faktor zur Entwicklung des Clubs. Und richtet dabei Dank an alle, die mit Rat und Tat mit anpacken. „Ob hinter den Kulissen zum Spülen und Kaffeekochen, zum Stühle- und Tischestellen, als Protagonist bei Vorträgen, Lesungen und Theater, zum Kuchen- und Tortenbacken. Die Liste ist ellenlang“, zählen die „Seniorenbeauftragten“ auf.

Quelle: Oberhessische Zeitung http://www.oberhessische-zeitung.de/lokales/vogelsbergkreis/grebenau/herzblut-fuer-lustiges-voelkchen_18116314.htm

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