Grebenau nun Gefahrgutfeuerwehr

GREBENAU - (kj). Die Feuerwehr Grebenau-Mitte musste im vergangenen Jahr zu drei Brandeinsätzen und fünf Hilfeleistungseinsätzen ausrücken, berichtet Wehrführer Peter Frick auf der Jahreshauptversammlung. "Wären wir bei der Menschenrettung im Seniorenheim Cura-Sana zwei Minuten später gekommen, hätten wir eine 89-jährige Heimbewohnerin wohl nicht mehr lebend retten können", berichtete Frick. Bei der Teilnahme an der Hessischen Feuerwehr-Leistungsübung, die in Grebenau ausgerichtet wurde, erzielten die Kameraden mit der Auszeichnung in Silber nicht den erhofften Rang, was aber zugleich als Ansporn für das Jahr 2018 gesehen wird. Natürlich werden die Grebenauer Feuerwehrkameradinnen und -kameraden bei Veranstaltungen auf Kreisebene - wie beim Kreisfeuerwehrtag - zu sehen sein. Als besondere Herausforderung in diesem Jahr werde die Waldbrandübung des Landes Hessen, die vom 15. bis 16. Juni am Auerberg stattfindet, angesehen. Bürgermeister Lars Wicke sprach seinen Dank sowie den Dank des Magistrats der Stadt Grebenau für das Engagement der Feuerwehr aus. Er wies dabei darauf hin, dass die politisch geforderte Fortschreibung des Bedarf- und Entwicklungsplans im vergangenen Jahr viel Raum in den Magistrats- und Stadtverordnetensitzungen eingenommen hatte, sind doch damit viele finanzielle Anstrengungen im Etat der Stadt verbunden. So werden nun, neben der Anschaffung des neuen HLF 10-Feuerwehrfahrzeugs, die Räumlichkeiten in Grebenau, Wallersdorf oder Udenhausen erweitert.

Stadtbrandinspektor Jahnel stellte sich die Frage, ob nicht teilweise die Feuerwehr mittlerweile in ihren ureigenen Aufgabenstellungen, die eigentlich vornehmlich der Rettung und Hilfe aus Notsituationen gelten "missbraucht" wird. Im aktuellen Einsatz "Baum auf Straße" hätte es juristisch wohl ausgereicht, wenn kein Menschenleben in Gefahr wäre, die Straße abzusichern und nicht noch einen Baum zu zerschneiden und die Straße frei zu räumen. In seinen weiteren Worten ging er zudem auf die zunehmenden Anforderungen an die Feuerwehr in Grebenau ein, die sich durch das Seniorenheim oder der Industriebetriebe ergeben haben. "Ob wir wollten oder nicht, wir sind nun in die Liga der Feuerwehren aufgestiegen, in denen Chemikalienschutzanzüge und entsprechende Einsatzkräfte vorhanden sein müssen", sagte Jahnel. Mit der Anschaffung von Chemikalienschutzanzügen seien die Grebenauer Brandschützer in einen Bereich vorgedrungen, für den bisher die Feuerwehrkameraden aus Alsfeld und Lauterbach gerufen wurden.

Abschließend wurden noch Karl Rüffer, Dieter Schwalm und Dieter Montanus für ihre 50-jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde und einer goldenen Nadel des Kreisfeuerwehrverbands geehrt.

Quelle: Oberhessische Zeitung http://www.oberhessische-zeitung.de/lokales/vogelsbergkreis/grebenau/grebenau-nun-gefahrgutfeuerwehr_18615036.htm

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