Gerd-Dieter Kaiser nach 18 Jahren nicht mehr Ortsvorsteher in Wallersdorf

 
Gerd-Dieter Kaiser hat nach 18 Jahren das Amt des Ortsvorstehers abgegeben. Er wurde mit viel Lob zum Ehren-Ortsvorsteher ernannt.
 
WALLERSDORF - Mit Abschluss der Dorferneuerung in Wallersdorf endete am Samstag auch die Ära von Ortsvorsteher Gerd-Dieter Kaiser: "18 Jahre sind doch wirklich genug. Jetzt ist definitiv Schluss", sagte der "Orts-Chef" nach seiner dritten Amtsperiode. Neben zahlreichen lobenden Dankesworten aus Politik, Gesellschaft und Vereinen hatten Bürgermeister Lars Wicke und Jens Heddrich in Funktion des stellvertretenden Stadtverordnetenvorstehers noch eine Überraschung parat - sie beförderten ihren "Kaiser" zum Ehren-Ortsvorsteher.
Mit viel Humor sprachen alle Redner von einem "Hans Dampf in allen Gassen" - im Zusammenwirken mit seinem langjährigen Stellvertreter und engsten Vertrauten Bernd Emmerich ein "Dreamteam" sondergleichen. "Sind der Ortsvorsteher und sein Stellvertreter gut drauf, dann könnte man sogar, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, Eintritt für so manche Sitzung verlangen", scherzte Wicke in Anlehnung an bekannte Figuren wie "Waldorf und Statler" aus der Muppet Show". Kaiser habe nach Wallersdorf frischen Wind gebracht, viel Gutes und Wichtiges angestoßen und auch mit Tatendrang umgesetzt.
 
Lange war die Liste der persönlichen Eigenschaften und Verdienste des ausgeschiedenen Mandatsträgers. Zu seinen Aktivitäten im Ortsbeirat kam ebenso ein hoher Einsatz auf städtischer Ebene. Der Wallersdorfer fungierte als Stadtverordneter, Ausschussvorsitzender und Fraktionsvorsitzender für die CDU in nicht immer einfachen Zeiten der Grebenauer Stadtpolitik. "Ohne Gerd-Dieter und andere Wallersdorfer gäbe es heute keine Trauungen am Schwarzenbach und keine Kneipe mehr in Grebenau", brachten kundige Redner zum Ausdruck.
Bilanz der Ansprachen: Mit Gerd-Dieter Kaiser räume ein zuverlässiger Schaffer und Charakterkopf mit besonderen Kompetenzen und Attributen wie Durchsetzungsvermögen, Ausdauer, Beharrlichkeit, Gradlinigkeit und Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Witz und Herzblut das Feld für die nachfolgende Generation. Schon vor sechs Jahren wollte der Mann sein Amt niederlegen. Da er jedoch die Dorferneuerung auf den Weg gebracht hatte, legten seine Beiräte ihm nahe, noch eine Periode zu amtieren. Mit Abschluss der Maßnahmen brachte Kaiser nun sein letztes Großprojekt zu Ende. "Ich finde es nicht gut, wenn Politiker ewig auf ihren Posten sitzenbleiben, bis sie letztlich ihren Hut nehmen und gehen müssen. Diesen Zeitpunkt bestimme ich selbst, auch andere haben gute Ideen, man muss sie nur ranlassen. Das läuft", sagte Kaiser.
 
Im Anschluss wurden Bernd Emmerich zum Ortsvorsteher und Guido Becker zum Stellvertreter gewählt.
 
Quelle: https://www.oberhessische-zeitung.de/lokales/vogelsbergkreis/grebenau/gerd-dieter-kaiser-nach-18-jahren-nicht-mehr-ortsvorsteher-in-wallersdorf_19105509

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