Ein Jahrhundertklang, der weiterklingt – Erinnerung an unseren Ehrenbürger Heinrich Peter Eifert
Am 19. Februar 2026 hätte Heinrich Peter Eifert seinen 100. Geburtstag gefeiert. Knapp 4 ½ Jahre nach seinem Tod gedenkt die Stadt Grebenau ihres verdienten Ehrenbürgers, der das musikalische und gesellschaftliche Leben unserer Stadt über Jahrzehnte hinweg geprägt hat.
Im Jahr 1960 gründete Heinrich Peter Eifert den Evangelischen Posaunenchor Schwarz und blieb bis 1997 sein Chorleiter. Bis zum Jahr 2003 bildete er mehr als 200 Jungen und Mädchen an Blechblasinstrumenten aus. Selbst mit 91 Jahren – bis 2017 – war er noch als aktiver Bläser in »seinem« Posaunenchor zu erleben, ehe er sich altersbedingt zurückzog. 1997 ehrte ihn der Chor mit dem Titel Ehrenchorleiter. Zwischen 1970 und 1976 leitete der leidenschaftliche Musiker zudem den Evangelischen Posaunenchor Udenhausen.
Fast ein halbes Jahrhundert stand er dem Evangelischen Damensingkreis Schwarz vor, außerdem führte er über 40 Jahre den Gesangverein „Eintracht“ Schwarz. Für diesen unermüdlichen Einsatz erhielt er 2004 auch hier die Ehrenchorleiter würde. Neben der Musik brachte sich Heinrich Peter Eifert von 1955 bis 1997 als Mitglied des Kirchenvorstand Schwarz ein und wurde anschließend zum Ehrenkirchenvorsteher ernannt.
1990 verlieh ihm das Land Hessen den Ehrenbrief, 1997 erhob ihn die Stadt Grebenau in den Stand des Ehrenbürgers. Die Diakonie Hessen zeichnete ihn 1999 mit dem Goldenen Kronenkreuz aus, 2005 folgte das Bundesverdienstkreuz – sichtbare Zeichen für sein unermüdliches Wirken zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.
Ob bei festlichen Gottesdiensten, Geburtstagsständchen, den geliebten Seniorennachmittagen in Schwarz und Wallersdorf oder bei unzähligen weltlichen Auftritten – wer Heinrich Peter Eifert begegnete, spürte seine Liebe zur Musik und zu den Menschen. Sein Dirigat vereinte Generationen; sein leiser Humor und seine offene Art machten ihn zum Vorbild für viele.
Das Andenken an Heinrich Peter Eifert mahnt uns, sein Vermächtnis wachzuhalten: Musik als verbindende Sprache zu pflegen, ehrenamtliches Engagement zu stärken und das menschliche Miteinander in unserer Stadt lebendig zu halten.
Wir verneigen uns voller Dankbarkeit vor einem großen Menschen und werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.
Lars Wicke
Bürgermeister der Stadt Grebenau