Aus dem Rathaus - Wasserversorgung

Wasserversorgung im Gründchen

Eine Pflichtaufgabe der Stadt – emotionslos betrachtet

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Wasserversorgung im Gründchen stammt vielfach noch aus der Zeit vor der Gebietsreform.
Ausgangspunkt waren jeweils eigene Tiefbrunnen und Hochbehälter in Grebenau, Schwarz und Udenhausen. Wallersdorf und Hatterode werden bis heute von einem Wasserbeschaffungsverband versorgt und unterhalten gemeinsam einen Tiefbrunnen und einen Hochbehälter. Reimenrod, Eulersdorf und Bieben mit Merlos bauten ebenfalls Mitte der 1960 Jahre einen Tiefbrunnen und einen Hochbehälter zur Trinkwasserversorgung. Dieser Tiefbrunnen „Warthügel“ war 2014/2015 stark sanierungsbedürftig. Der Magistrat hat aus diesem Grund das Fachbüro Müller aus Grünberg beauftragt den Tiefbrunnen Warthügel zu untersuchen und eine Sanierung oder Stilllegung mit Versorgung mittels einer Druckleitung zu prüfen. Die Ergebnisse der Gegenüberstellung wurden am 22.04.2015 in einer Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt und dann einstimmig an den Bauausschuss verwiesen. Der Bauausschuss hat sich dann am 10.07.2015 einstimmig für die Stilllegung des Tiefbrunnen Warthügel und für den Bau einer Druckleitung ausgesprochen. Am 15.07.2015 hat sich die Stadtverordnetenversammlung erneut mit dieser Thematik befasst. Im Protokoll dieser Sitzung ist zu lesen: Die Wasserversorgung der Warthügeldörfer (Bieben, Eulersdorf, Merlos, Reimenrod) soll in Zukunft über den Tiefbrunnen Grebenau erfolgen. Der Magistrat wird beauftragt alle nötigen Schritte einzuleiten und die Mittel in den Haushalt 2016 einzustellen. An dieser Sitzung haben 13 von 15 Stadtverordneten teilgenommen. 12 Stadtverordnete (5xSPD, 3xCDU, 2xGL, 2xFW) stimmten dem Beschluss zu. Lediglich ein Stadtverordneter stimmte gegen diesen Beschluss. Gemäß Hessischer Gemeinde Ordnung hat der Magistrat die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung umzusetzen. Dies hat der Magistrat getan.

Als weiterer Schritt zu einer besseren Versorgungssicherheit wurde im vergangenen Jahr die Verbindungsleitung zwischen dem Tiefbrunnen und Hochbehälter Grebenau komplett erneuert. Die Arbeiten stehen kurz vor der Fertigstellung. Das 1972 verbaute Rohrmaterial zeigte bei mehreren Leckagen Lochfraß und dies über die gesamte Länge.

Um die Versorgungssicherheit weiter zu erhöhen, streben viele Kommunen die Vernetzung der bestehenden Wasserleitungen zu Ringleitungen an. Bei Bedarf kann man dann von verschiedenen Brunnen Wasser in das Gesamtnetzt geben.

In einer Bauausschusssitzung am 15.09.2020 wurde durch das Planungsbüro Schott eine umfassende Betrachtung der Wasserversorgung vorgestellt und mögliche Schritte erläutert, die auch Ringleitungen zur Stärkung der Versorgungssicherheit einschlossen. Auch dazu ist im Protokoll zu lesen: Bürgermeister Lars Wicke fügt hinzu, dass diese Maßnahmen noch nicht entschieden sind und zu gegebener Zeit noch näher betrachtet werden müssen.

Aufgrund der bestehenden Notwendigkeit wird der Hochbehälter Warthügel das nächste Projekt der Modernisierung der Wasserversorgungseinrichtungen sein. Aus diesem Grund hat sich der Bauausschuss am 09.10.2020 zu einem Ortstermin getroffen und sich durch das Planungsbüro Schott die baulichen und technischen Probleme aufzeigen lassen. Dazu steht im Protokoll: Die Kosten für eine Sanierung und einen Neubau werden ermittelt und gegenübergestellt. Erst danach wird eine Entscheidung gefällt. Dies wird dann eine der ersten Themen im neuen Bauausschuss nach der Wahl sein.

Alle weitern Überlegungen im Bereich der Wasserversorgung sind in einer sehr frühen „Überlegungsphase“ und werden in öffentlichen Sitzungen der städtischen Gremien erörtert und letztendlich beschlossen.

 

Bei allen Beschlüssen der städtischen Gremien ist nach HGO §92 auf einen sparsamen und wirtschaftlichen Umgang mit den Steuergeldern zu achten. Sollten Sie Fragen zur Wasserversorgung oder anderen Themen haben, sprechen Sie mich bitte an. Tel. 9700.

Ihr
Lars Wicke
Bürgermeister der Stadt Grebenau

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